Lineares/Nonlineares Lernen

Lineares/Nonlineares Lernen

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Kindsein heißt lernen dürfen...

Im Rahmen unseres Projektes – mit dem Fokus auf Civic Education – handelt es sich um ein holistisches, multidisziplinäres Lernen, das ganz im Gegensatz zum nonlinearen Lernen, bei dem Kategorien, Schemata, Kanons, Module, stand-alone Projekte und/oder rein enzyklopädisches Wissen (Beispiele: Grammatik lernen, Vokabel lernen,… strenge Abgrenzung von schulischen Gegenständen…) im Vordergrund stehen. Jede/r von uns hat sicher schon erlebt, dass das lineare Lehren und Lernen (Beispiele: „das musst du sehr genau lernen“, “bemühe dich endlich”, „mach das besser nicht“, oder einfach Anweisungen wie: „sitz gerade!“, „verbrenne dich nicht!“, „ihr müsst alle artig sein!“) keinen Erfolg versprechen.

Diese, im Grunde autoritäre, an vordergründige  Disziplin gebundene Erziehung ist beinahe zwangsweise mit linearem Lehren und Lernen verbunden und verhindert deshalb bereits im Frühstadium eines jungen Menschen den Zugang zu demokratischem Denken und Handeln.Eltern und Lehrer frustrieren oft daran. Je mehr sich ein Kind der Pubertät nähert, desto schwieriger wird dieser Prozess. Kinder werden dann meist als faul, unkonzentriert, aufmüpfig verteufelt – doch sie sind an dieser Entwicklung selbst meist völlig unschuldig. Erzieherische Versäumnisse und das Schubladendenken früherer Jahre rächen sich nun. Dazu gehören u.a. mangelnde Perspektiven, verfehlte Kritik oder falsches, bzw. gar kein Lob, mangelnde Erziehung im Hinblick auf Self Science und soziale Kompetenz. Politik, Schule wie Elternhaus wenden vorzugsweise diese lineare Methode an und übersehen zumeist, dass sie selbst mit ihren eigenen Lebensentscheidungen die negativen Vorbilder darstellen, denen das jugendliche Gehirn dann nahezu schutzlos ausgeliefert ist.

Zweifler seien an das Essen mit Messer und Gabel erinnert. Wer das  nicht als Kind ordentlich erlernt, wird selbst im Alter noch durch mangelnde Eleganz beim Essen gesellschaftlich stigmatisiert sein.

Will das Lernen erfolgreich sein, muss man Disstress  (siehe Stresshormone) jedenfalls zu vermeiden versuchen, weil das den Eingang ins Langzeitgedächnis fast immer verhindert. Andererseits sollte man u.a. auch die Vorteile des episodischen Denkens nutzen, einer Denkform für die unser Gehirn besonders gut geeignet ist.

Lernen mit dem Ziel des Kompetenzerwerbs kann fast immer nur auf non-linearem Weg erfolgreich sein, also im Rahmen eines Lern-Settings, das behütet und angstfrei ist, Neugier weckt und Spass macht.

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