Wer hat Angst vor Edvard Munch?

Edvard Munch ist einer der bekanntesten norwegischen Künstler aller Zeiten. Er hat seinen Durchbruch auf dem Kunstmarkt in Berlin gemacht und sich viel in Deutschland aufgehalten. Wir fanden, er wäre ein guter „Vermittler“ für den Schüleraustausch zwischen 8. Klassen in Oslo, Heidelberg und Bergen.

Die Schüler aller drei Schulen, Der Deutschen Schule Oslo, des Helmholtz-Gymnasiums in Heidelberg und der Kjøkkelvik Skole in Bergen, haben sich im Vorfeld der Schülerbegegnung mit Munchs Kunst auseinandergesetzt – in der Theorie und in der Praxis. Daraus ist eine Ausstellung im Maritimen Museum in Bergen geworden, die noch länger vor Ort bleiben wird.

Die Schüler haben sich über die künstlerische Auseinandersetzung hinaus Gedanken darüber gemacht, was sie von einem solchen Schüleraustausch erwarten. In Interviews bekommt man einen Eindruck davon, welche Faktoren beim Verhältnis zwischen deutschen und norwegischen Jugendlichen eine Rolle spielen.

Im Rahmen des Ausstellungsprojektes war es wichtig, einen handlungsorientierten Ansatz im Umgang mit Munchs Werk zu finden, eigene Werke zu erstellen, die zwar Munchs Bilder als Ausgangspunkt hatten, aber auch eine Vielfalt des Ausdrucks ermöglichten. Hier war es ausschlaggebend, dass die Schüler die Medien und künstlerischen Materialien selber wählen konnten. Der nächste Schritt war dann die Vermittlung des eigenen künstlerischen Prozesses in beiden Sprachen, die eine weiter Reflektionsebene hinzufügte.

Die Achtklässler an der DSO haben auch ihre künstlerischen Projekte in Norwegisch und Deutsch vorgestellt. Die beiden Versionen sind nicht immer ganz deckungsgleich, was an sich schon eine interessante Erfahrung für alle Beteiligten darstellte. Insbesondere für die Schüler, die sich noch im Anfangsstadium des Norwegischerwerbs befinden, war die Präsentation wichtig. Sich mit begrenzten Mitteln in der fremden Sprache ausdrücken, Hilfsmittel entwickeln – da waren sie sehr kreativ! – das verlangt Mut. Manchmal braucht es auch Mut, eigene künstlerische Produkte dem kritischen Auge der anderen zu präsentieren. Allen wurde klar: es gibt viele mögliche Herangehensweisen, die alle ihre Berechtigung haben. Die individuellen Sichtweisen werden deutlich, und man findet mit den anderen eine nonverbale Verständigungsebene. Das gehirngerechte Lernen der Fremdsprache ist hier ein integraler Bestandteil des gemeinsamen Produktionsprozesses.

 


Ein Schülerprojekt mit Ausgangspunkt in den Werken von Edvard Munch

Vorstellung der Schülerprojekte auf Deutsch und Norwegisch

Die Fahrt aller beteiligten Schüler aus Heidelberg und Oslo nach Bergen und der Aufenthalt von Schülern aller drei Schulen in Oslo wurde von Schülern der Deutschen Schule Oslo dokumentiert.

Alle drei Schulen haben den Schüleraustausch ausgewertet; in Oslo lag das Schwergewicht der Auswertung auf den Fragestellungen, die im Vorfeld entwickelt worden waren – Entwicklung von Freundschaften und das deutsch-norwegische Verhältnis. Wir haben einen anonymisierten Fragebogen ausgewertet; eventuell folgen noch weitere Videointerviews.

Die beteiligten Lehrer des Helmholtzgymnasiums waren Birte Koch, Alexander  Linn und Kerstin Weihing, an der DSO  waren Beatrice Kulbe, Dagny Nystuen und Richard Brand involviert. In Bergen unterstützten Barbara Danielsen und Torill Arnesen das Projekt.

 


Erwartungen an den Schüleraustausch aus Sicht der Schüler der 8. Klasse der DSO

 

 


>>> Didaktisches Konzept 1

>>> Didaktisches Konzept 2

>>> Didaktisches Konzept 3


>>> Evaluierung


>>> Neurophysiologischer Befund



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