Die nachfolgenden Texte unseres Wiki:Civic sind aufgrund wissenschaftlicher Begleitung laufend in Veränderung, teilweise sind sie auch noch ungenau – es lohnt sich dennoch diese Entwicklung mitzuverfolgen und immer wieder mal reinzuschauen.
Grafik: Dr. Katharina Turecek (2008)

Lernen/Erwerben
Lernen ist ein viel zu allgemeiner Begriff. In der Regel meint man damit das Auswendiglernen. Das sog. mechanische Memorieren, wie es die Pädagogen auch nennen, ist jedoch nur eine Facette des Lernens. Sie eignet sich auch nicht für jedermann. Andererseits benachteiligt diese Lernmethode den Kompetenzerwerb, was später noch erörtert wird. Seit wenigen Jahren kennt Gehirnforschung die biologischen Vorgänge beim Lernen, die sich als eine wahre Revolution herausgestellt haben…
Gehirngerechtes Lernen
orientiert sich an den Erkenntnissen der Neurobiologie. Was manche PädagogInnen und PsychologInnen wie Pestalozzi, Fröbel, Piaget, Dewey, Korczak, Freire und viele andere längst schon vorausgedacht hatten, findet nunmehr seine wissenschaftliche Absicherung. Neuere, so genannt bildgebende Verfahren erlauben den Einblick in die Denkvorgänge im Gehirn und ermöglichen es dadurch, Handlungen, Gefühle und Haltungen der Menschen nachzuvollziehen. Die neueste medizinische Technik und Forschung hilft uns dadurch Umstände zu erkennen, wann und unter welchen Bedingungen Lernen gelingen kann und unter welchen Umständen Lernen geringere Chancen hinsichtlich eines Kompetenzgewinns signalisiert. Die daraus bislang gewonnenen Erkenntnisse beweisen aber auch, dass die in Europa gängigen konventionellen Lehr- und Erziehungsmethoden nahezu allesamt falsch sind…
Lehren und Lernen erlernen.
Mangelhaft ausgebildete neuronale Netze führen dazu, dass man eher eindimensional, linear und undifferenziert handelt – man wird gewissermaßen zum „emotionalen Trottel“, so wie es Daniel Goleman in seinem weltberühmten Buch über die emotionale Intelligenz beschrieben hat. oberflächliche Vorurteile, klischeehaftes Denken und Handeln, Illusionen und die Unfähigkeit sich gegen Instrumentalisierung, Indoktrinierung und Manipulation zu wehren, sind gewöhnlich die Folge. Jeder Mensch erbt einen bestimmten Steuerungs-mechanismus. Hormone und Botenstoffe die sich dabei an den/der DNA/DNS orientieren, sind dafür zuständig. Der Mensch verfügt deshalb auch über bestimmte Lernfenster,….
Differenzieren lernen.
Ambivalenzen, Manipulation, Instrumentalisierung, Illusionen, Klischees & Vorurteile
Wer kennt nicht den Spruch: „Jedes Ding hat zwei Seiten“? Diese Weisheit gilt genauso gut für Immaterielles. Es gnügt also nicht , etwas nicht zu tun, den alles um uns herum ist ambivalent: gut oder böse, klein oder groß, stark oder schwach…..Leben oder Tod, unser gesamtes Universum ist demnach bipolar aufgebaut.
Der Weg zwischen Skylla und Charybdis, hieß es bereits in der Odyssee und zeigte die Schwierigkeiten, die auf den Menschen, beim Versuch Probleme zu bewältigen, lauern. Es geht beim Lernen also darum möglichst viel und möglichst rasch abfragbares Wissen zu erlangen, das uns in Summe dazu verhelfen soll, möglichst treffsicher und somit differenziert zu entscheiden, Es geht also insgesamt darum, vorurteilsbezogene Ängste (Hedonismen, Neurosen, Psychosen, Phobien, Paranoia,..) sowie illusorische Lust (Zwänge, Obsessionen, Süchte, Aggressionen..) im Alltag beherrschen zu lernen…
weitere Informationen »»»
Botenstoffe und Stresshormone
Geräusch hinter sich…
Wissensnetze im Langzeitgedächtnis
Gedächtnisforscher bemühen sich darum, das komplexe System des Gedächtnisses zu klassifizieren. Im gängigsten Modell wird als Langzeitgedächtnis der langfristige Speicher für Wissensinhalte bezeichnet. Im Gegensatz zum Kurzzeitgedächtnis sind Informationen hier permanent gespeichert. Die Kapazität des Langzeitgedächtnisses ist nahezu unendlich. Ein Kind kann deshalb nicht durch Wissensaufnahme überfordert werden.
Informationen in unserem Langzeitgedächtnis sind durch Assoziationen miteinander verknüpft. Wenn wir lernen, werden die Verbindungen in unserem Gedächtnis verändert: neue Assoziationen werden geknüpft und bestehende Verdrahtungen verstärkt. Dieses System erklärt. warum der Speicher des Langzeitgedächtnisses nie „voll“ sein kann: Je mehr Wissen, in meinem Wissensetz verankert ist, desto mehr Anknüpfungspunkte habe ich für wieder neue Informationen…
Nicht alle Erfahrungen gelangen ins Langzeitgedächtnis. Es ist deshalb wichtig ein gehringerechtes Setting zu schaffen, um das Lernen zu erleichtern.
weitere Informationen»»»
Episodisches Lernen
Unser Gedächtnis unterscheidet zwischen Informationen, die wir wissen, und Erlebnisse, an welche wir uns erinnern. So gibt es ein Faktengedächtnis (semantisches oder deklaratives Gedächtnis), in dem konkreten Daten abgespeichert liegen. Gleichzeitig verfügen wir aber auch über ein episodisches Gedächtnis, den Speicher, der sich an Erlebnisse und Erfahrungen erinnert.
z.B.: Das Wissen, dass Budapest die Hauptstadt von Ungarn ist, liegt im Faktengedächtnis während die Erinnerung an die letzte Fahrt nach Budapest im episodischen Gedächtnis verweilt…
Belohnungszentrum im Gehirn

Belohnungszentrum bei der Arbeit beobachten...
Im Laufe der Evolution war es für uns Menschen wichtig, Handelsweisen die „gut“ für uns sind zu erkennen und entsprechend zu wiederholen. Das glit leider auch wenn uns eine erfolgreiche Lüge geglückt ist, bzw. wenn wir einen vergleichbaren Erfolg bei jemand anderen wahrgenommen haben.
Aus diesem Grund gibt es einen Gehirnkern, den Nucleus Accumbens, der uns auf positive Situationen aufmerksam macht. Der Nucleus Accumbens wird dann aktiv, wenn eine Handlung positive Konsequenzen hat. So feuert er, wenn eine Naschkatze Schokolade isst genauso wie wenn ein Kind von seiner Mutter in den Arm genommen wird oder ein Kollege gelobt wird. Der Nucleus Accumbens spielt leider auch eine wichtige Rolle im Suchtverhalten. Viele Drogen wirken genau an dieser Stelle im Gehirn und bewirken so, dass wir das Verhalten immer und immer wieder wiederholen. Denn genau das ist der Effekt des Belohnungssystems: ….
Lineares/Nonlineares Lernen

Kindsein heißt lernen dürfen..
Bei der Arbeitsweise innerhalb unseres Projektes handelt es sich um ein holistisches, multidisziplinäres Lernen. Das ganz im Gegensatz zum nonlinearen Lernen, bei dem Kategorien, Schemata, Kanons, Module, standalone Projekte und/oder rein enzyklopädisches Wissen im Vordergrund stehen. Jede/r von uns hat sicher schon erlebt, dass das lineare Lehren und Lernen (Beispiele: „das musst du sehr genau lernen“, “bemühe dich endlich”, „mach das besser nicht“, oder einfach Anweisungen wie: „sitz gerade!“, „verbrenne dich nicht!“, „ihr müsst alle artig sein!“) keinen Erfolg verspricht…
Vergegnung
Vergegnung ist ein Begriff der von Martin Buber kreiert wurde. Klar, das damit das Gegenteil von Begegnung gemeint ist. Menschen vergegnen sich sehr häufig. Das hat mit der Gehirnstruktur zu tun, die in der Regel verhindert, dass wir uns selbst so sehen können wie uns die anderen sehen. Innensicht versus Außensicht sind deshalb zwei wesentliche bipolare Faktoren die in der Regel verhindern, dass Kommunikation gelingt.
Jede Art der Segregation, der Form der Ghettobildung und insbesondere soziopathisch – neurotisches Verhalten ist so eine Vergegnung. Beim Lernen und so auch beim sozialen Geschehen braucht es deshalb einen Crossover an Charaktären, Geschlechtern und Altersschichten die sich gegenseitig befruchten und beschränken. Jede Vergegnung ist deshalb auch eine Kommunikationschranke.
Wenn wir aber wollen, dass unsere Botschaft ankommt, muss versucht werden diese Beschränkung aufzuweichen. Grob könnte man das in: geschlechterspezifische – altersbedingte – milieubedingte Beschränkungen einteilen. Das heißt, dass ein Wissenstransport dann erfolgreich funktioniert, wenn diese Kriterien berücksichtigt werden. Eine Lehre daraus ist bspw. der Einsatz von Tutoren und Peerleaders, Gruppenunterricht und kooperatives Lernen….
»»» weitere Informationen
Prägung
Was können wir von der Entenmutter lernen? bleiben Zeitfenster für Erziehung ungenützt, verkümmert die Entwicklung von Fähigkeiten bei Tier und Mensch! Tiere die keine Prägung erfahren überleben die freie Wildbahn nur kurze Zeit.
ist ein Begriff der im erziehungswissenschaftlichen Sinn von Konrad Lorenz kreiert wurde. Auch wenn die Graugans Martina ihn weltberühmt gemacht hat, Lorenz eigentliches Hauptziel war es, das Wesen des Menschen zu erforschen. Aufbauend auf Darwins Erkenntnis, dass alles was auf der Erde passiert, ausschließlich er Fortpflanzung dient, wobei es in der Folge ausschließlich darum geht, dass sich immer nur die am besten angepassten Gene fortpflanzen und somit den Fortschritt begründen. Durch den Vergleich mit der Tierwelt gelangte Lorenz zu der Erkenntnis, dass wir Menschen zwar auf einem genetischen Erbe aufbauen, später aber durch verschiedene Lernvorgänge (Nachahmung, Versuch und Irrtum) die er Prägung nannte, unsere Kultur und unsere Persönlichkeit entwickeln…
Soziales Lernen
Kaum ein Begriff wie so häufig missverstanden, wie das „Soziale Lernen. Soziales Lernen bedeutet jedenfalls nicht aus reinem Mitleid zu handeln, oder gar aus „Charity“, oder noch simpler, für alle im Lehrerkollegium Kaffee zu kochen. Soziales Lernen ist gleichbedeutend mit sozialem Gewissen, also der Mut zum Einsatz gegen Ungerechtigkeit, Unvernunft und Aggression aktiv aber differenziert einzutreten. „Soziales Lernen“ kann deshalb weder als Unterrichtsfach, und schon gar nicht als Projektunterricht funktionieren.
»»» weitere Informationen
bedeutet:
S - schüler(kind)zentrierter Unterricht,
O – offen sein für Veränderungen,
Z - zwischenmenschliche Beziehungen fördern,
I - Integration verhaltensauffälliger Kinder (Erwachsene)
A – angstfreies Lernen,
L - Lerninhalte gemeinsam planen,
E - Entwicklung von Kommunikativen Fähigkeiten,
S – Selbstständigkeit fördern,
L - lernen heißt Bereitschaft bekanntes Terrain zu verlassen,
E – Eltern und Umwelten als Partner,
R – Realisierung des demokratischen Erziehungsauftrages,
N - Neubestimmung der Lehrer-, Erzieherrolle,
E – Eigenverantwortung tragen,
N - neue Unterrichts-, Erziehungsformen ausprobieren.
Spiegelneuronen
»»» weitere Informationen
in Arbeit!
Zeitfenster – kritische Phasen
»»» weitere Informationen
in Arbeit!
Ambivalenzen, Wechselwirkungen
»»» weitere Informationen
Phobie, Obsessionen,….
»»» weitere Informationen
Intelligenzen
Intelligenz lässt sich als Fähigkeit, Probleme zu lösen und sich an neue Situationen erfolgreich anzupassen, beschreiben.
Im Fahrwasser des Nationalismus, zum Ende des 19.Jh., entstand die wissenschaftliche Vorstellung es gäbe Menschen mit geringerer und andere mit höherer Intelligenz. Heute noch glauben die meisten an diesen Irrtum – schließlich bietet er die einmalige Chance, sich selbst als besser einzustufen als den sog. „Fressfeind“.
So wurde eine Reihe unterschiedlicher Intelligenz-Tests entwickelt, alle mit dem Ziel, Menschen miteinander zu vergleichen. Der IQ oder Intelligenzquotient soll ensprechend angeben, wie gut oder schlecht man im Vergleich zu anderen abgeschnitten hat: 100 ist der Durchschnitt und ein IQ über 100 überdurchschnittlich. Kritiker bezweifeln die Aussagekräftigkeit von IQ Tests, zumal es sehr schwierig ist, objektive und umfassende Tests zu erstellen und Testergebnisse durch gezieltes Training gesteigert werden können.
Self Science
Self Science ist ein weiterer analoger Begriff aus der Wissenschaft, der die Grundlagen für ein modernes Entrepreneurship kennzeichnet. Kurz, es sollen damit die Voraussetzungen geschaffen werden, jungen Menschen den konstruktiven Eintritt ins Leben unter Berücksichtigung der Menschenrechte zu ermöglichen.
»»» weitere Informationen
Hedonismus
»»» weitere Informationen
Handlungsorientiertes Lernen
»»» weitere Informationen
Demokratiepädagogik
»»» weitere Informationen
Kommunikativer Unterricht
»»» weitere Informationen
Autonomes Lernen
»»» weitere Informationen












